Dienstag, 23. Juni 2009

Eine neue Idee!

Da hatte ich also in den vergangenen Wochen relativ viel Dienst auf der einen Seite, war aber auch ziemlich viel krank und konnte meine übrige Zeit schlecht mit Sport füllen. Ein bißchen was ging immer, aber nix so richtig. Zum Socken stricken hatte ich grad keine Lust und dann starb auch noch meine Rennmausdame Hermine.

Nach langer Behandlung mußte ich sie schließlich doch erlösen lassen. Zum Abschied hat sie mir noch einmal heftig in den Finger gebissen. Das einzige Mal in ihrem zwei Jahre dauernden Leben. Tschüß Hermine!

Jetzt sitzt ihre Freundin Wilma alleine da, bereits weit über drei Jahre alt und eine neue Vergesellschaftung mit einer neuen Maus möchte ich ihr nicht zumuten. Nach zweiwöchiger Trauer geht es ihr jetzt aber ganz gut.

Durch die Frage, ob ich Wilma noch einmal vergesellschafte oder nicht, bin ich dann darauf gekommen, dass ich ja "irgendwann" auch mal ein kleines Tier halten könnte, das Einzelgänger ist. Tja und aus "irgendwann" wurde nach einigen Recherchen dann doch schnell etwas konkretes. LG war auch ziemlich schnell einverstanden, er wird so langsam zu einem richtigen Tierfreund: wir bekommen einen süßen kleinen Teddyhamster.
Er wurde am 13.06.09 gezeugt und kommt ca. am 29.06.09 zur Welt.


Tja, und das hier ist der Vater Diego, ein Traum-Teddyhamster.
Er hat schon einige sehr hübsche Hamsterkinder.

Und hier kommt die Alleinerziehende Mutter Gracey, also ein Traumpaar. Wenn auch nur für einen sehr kurzen "One-night-stand":

Am 29.06. wurden die kleinen "Mittelhamsterbabys" geboren. Acht sind es und leider hat "mein Kleiner" sich noch nicht zu erkennen gegeben. Aber so nach zwei Wochen kann er sich nicht mehr verstecken...dann wird gekuckt: Junge oder Mädel!

Anfang August darf dann also ein kleiner Hamsterjunge bei uns einziehen, er hat sogar schon einen Namen, aber der wird noch nicht verraten.

Montag, 4. Mai 2009

Ganz schön viel Zeit vergangen

Jetzt sind schon 1 1/2 Monate vergangen, seit ich das letzte Mal was geschrieben habe. Meine gesundheitlichen Probleme habe ich nach wie vor noch nicht im Griff. Im Trainingslager auf Malle hat mich eine fiebrige Erkältung erwischt und relativ lahm gelegt. Außer einem kleinen Lauf im Schneckentempo bei 90 % des Maximalpulses und zwei oder drei Spazierfahrten mit dem Rad war nichts drin. Nicht angenehm, nicht aufbauend. Aber trotzdem hat mir Malle - das wenige, was ich von dort gesehen habe - total gut gefallen und ich will unbedingt wieder hin. Nicht nur wegen dem leckeren Kräutersaft, den es jeden Abend gab.
Tunel Mixtas Mix Mezcladas ist ein schmackhafter halbtrockener Kräuterschnaps aus Mallorca / Spanien der das Urlaubsgefühl wiederbringt. Im Mittelalter entwickelten mallorquinische Mönche in der Abgeschiedenheit dicker Klostermauern das Rezept der Hierbas. Das Zusammenspiel aus aromatischen und verdauungs- fördernden Wildkräutern verleihen ihm seit damals den geheimnisvollen, würzigen, unvergeßlichen Geschmack. Rosmarin, Minze, Wacholder, Anis und Myrte, alles Wildkräuter aus den Feldern und Bergen Mallorcas, in denen der Geist des alten Mallorca eingefangen ist.
Zuhause ging es dann eigentlich so weiter, hohe Pulswerte bei Belastung, ganz normal in Ruhe. Dafür aber zeitweise immer wieder hoher Blutdruck. Nach dem traditionellen Trainingslager in Cervia kam nach gut einer Woche die nächste Erkältung, keine Möglichkeit auszukurieren, d.h. nicht zu arbeiten.
Aber das ist auch rum. Und: seit einer Woche fällt das Laufen wieder etwas leichter.
Die Müdigkeit ist noch extrem, egal wieviel ich schlafe, ich bin unsäglich müde.

Was jetzt noch aussteht, sind meine aktuellen Leberwerte, da die vor vier Wochen nicht gut waren - und die Frage, ob meine Borreliose wieder aktiv ist.
Meine Güte, nix als Krankheiten, ich pass ja langsam ins Altersheim, da wird auch nur über Krankheiten gesprochen.

Also ein neues Thema: meine neueste Errungenschaft, ein Eee-Netbook. Super! Wo ich steh und geh im Haus, kann ich mit dem Dingelchen ins Internet, kann mal kurz was nachschauen, was schreiben - toll. Es gibt schon richtig gute Erfindungen und sowas gehört dazu.

Also der Anfang ist gemacht, ab jetzt schreib ich wieder ab und zu. Und lauf wieder mehr und irgendwann steig ich auch wieder richtig aufs Rad.

Sonntag, 15. März 2009

Heile Heile Gänschen...

Das sagte früher immer meine Oma, wenn wir Enkelkinder krank waren, gefallen sind oder sonst was schmerzhaftes passiert ist. Daran denke ich jetzt auch, die Zeit wird es wieder richten.




Der Reihe nach: ich war also beim Lungenfacharzt. Den ersten hab ich gleich wieder "links liegen lassen". Wenn man mir als eine der ersten diagnostischen Maßnahmen eine sogenannte "Igel-Leistung" aufs Auge drücken will, finde ich das sehr merkwürdig. Von einer Freundin hatte ich jedoch eine Empfehlung für einen anderen Facharzt, noch dazu ein "Landsmann", da ich doch halbe Niederländerin bin. Außerdem sind er und seine Frau begeisterte LäuferIn.

Der hat nach einigen grundsätzlichen Untersuchungen einen Provokationstest gemacht:

Bronchiale Provokation mit Metacholin
Die Provokation mit Metacholin erlaubt die Messung der bronchialen Reizschwelle. Damit kann festgestellt werden, ob und wie schnell die Atemwege mit einer Verengung auf Atemluft-Reize reagieren (=bronchiale Hyperreaktivität).
Metacholin wird in aufsteigender Dosierung inhaliert, die Lungenvolumen dazwischen mittels Spirometrie gemessen. Ein Abfall der forcierten Einsekundenkapazität (FEV1) von mindestens 20% erlaubt eine Abschätzung des Schweregrades der bronchialen Empfindlichkeit.


Ja, dabei wurde also Asthma eindeutig nachgewiesen, das unter Belastung schlimmer wird. Ich kann mir zwar nicht erklären, warum ich plötzlich in meinen hohen Alter noch Asthma entwickelt habe, aber es kommt wohl nicht so selten vor.
Allerdings erklärt das nach wie vor nicht meinen - zeitweise immer noch - recht hohen Blutdruck. Es schwankt von 110/60 - 160/100.

Aber ich bin schon wieder einige Male vorsichtig gelaufen und es ging einigermaßen gut. Und der Arzt hat mir Hoffnung gemacht, dass es nicht unbedingt für immer bleiben muss, es kann genauso spontan wie es gekommen ist, auch wieder gehen.

Also, genug gejammert. Ich will schließlich nächste Woche auf Mallorca wenigstens etwas in die Pedalen treten, das - hoffentlich - warme Wetter geniessen und relaxen.

Freitag, 27. Februar 2009

Der Supergau - Asthma ????

Seit zwei Wochen ging beim Laufen nicht mehr viel. Dauernd schlapp, immer schnell außer Atem, Brustschmerzen...na ja, dachte ich, da bahnt sich jetzt bei mir auch langsam ein Infekt an. Mist, so kurz vorm Kandel-HM. Aber besser jetzt als wenige Tage vorher. Ich war noch optimistisch, dass es schnell rum ist.

Letzte Woche war dann schon nicht mehr viel zu machen, Husten, Atemnot, hoher Puls. Trotzdem hab ich Freitag noch den geplanten Zwei-Stunden-Lauf gemacht. Ich bin doch keine Memme...im Schneckentempo also unterwegs und dauernd nach Luft ringend, egal wie langsam ich war. Samstag und Sonntag Dienst.
Sonntag haben mich meine Kollegen angesprochen: warum hast Du eine so gestaute Halsvene? Gestaute Halsvene? Der Blick in den Spiegel bestätigte es: dick, blau, pulsierend. Das Gute: ich hatte für mein Alter echt verdammt wenig Falten im Gesicht, alles "weggestaut". Vorübergehend.

Ein Kollege der sich gut auskennt mit solchen Dingen hat mal gleich meinen Blutdruck gemessen. 180/95, Puls o.k. Himmel, und das mir, wo ich eigentlich Blutdruckmäßig eher scheintot bin.

Montag dann beim Arzt. Blutdruck mit 160/95 für meine Verhältnisse immer noch sehr hoch. Ich saß mit den Händen in den Hüften beim Arzt und hab versucht Luft zu bekommen. Da macht sich schon mal ein bißchen Panik breit.
Blut wurde abgenommen, EKG geschrieben, alles unauffällig. Als erste Maßnahme ein Asthma-Spray und die Überweisung zum Lungenfacharzt.

Lungenfunktionstest war okay, Lunge ist frei, Symptome sprechen für Asthma.
Jetzt muss ich täglich 4 mal mit einem "Peak Flow" mein "Luftflussvolumen" messen.

"Zur Diagnose und Therapieüberwachung dient auch der PEF-Wert (peak expiratory flow). Dies ist der Maximalwert des Luftflussvolumens (Durchfluss) beim Ausatmen. Er dient als Indikator für den freien Querschnitt in der Luftröhre beim Ausatmen. Dieser Wert sinkt meist schon vor einem Asthmaanfall. Er wird mit einem „Peak-Flow-Meter“ gemessen, welches in verschiedenen altersangepassten Bauformen erhältlich ist"

Nun, die Messungen der ersten drei Tage haben ergeben, dass ich laut Tabelle ca. 75-80 Jahre alt bin...kein Wunder also, dass mir Laufen gerade etwas schwerer fällt.

Tja, die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Nächste Woche gibts noch Herzsono, Allergietest und weitere spezielle Untersuchungen.

Das heißt auch: Ade Kandel....da hab ich seit Anfang des Jahres versucht mich trotz meiner vielen Dienste darauf vorzubereiten und jetzt ist erst mal Schluss. Etwas Sport darf ich machen, sagt der Doc, aber im "nicht anstrengenden Bereich". Der ist leider jetzt sehr früh erreicht - und ich bin echt enttäuscht!

Damit das alles ertragbar ist, hab ich das gemacht, was fast jeder Frau ein Stückchen Glück zurück gibt: ich war shoppen.



Ich hoffe natürlich weiter - vielleicht nicht mehr für Kandel, aber dass sich alles als vorübergehend herausstellt. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Mittwoch, 18. Februar 2009

Oh, war das ein Tag heute

Gruselig wars heute, anders kann man das nicht nennen. Es war Fortbildung angesagt, Beginn 10 Uhr. Das war ja erst mal nicht schlecht. Für mich Morgenmuffel eine angenehme Zeit. Aber als ich heute morgen um 7:30 Uhr liebevoll geweckt wurde (Kaffee ist fertig.....!!)war mir trotzdem noch nicht nach aufstehen. Die Nacht ist immer zu kurz, immer.

Zählt aber alles nicht, also hab ich mich rechtzeitig zu meinem Arbeitgeber aufgemacht, vor der Fortbildung noch mal am Arbeitsplatz vorbeigeschaut, Kollegen moralisch gestärkt und in die Akademie geschlendert. Da gab es lecker belegte Brötchen, Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränke. Okay, das hört sich eigentlich immer noch gut an, stimmt. Dann kam der erste Vortrag, der Referent ein Kölner Rechtsanwalt, dem bevorstehenden Karneval offensichtlich nicht abgeneigt. Das Thema mit "Delegation ärztlicher Tätigkeiten" formal trocken, aber von ihm locker vorgebracht.

Aber dann, der nächste Referent - hoch angepriesen als ganz besonders - war auch ganz besonders. Bereits nach fünf Minuten konnte ich nicht mal annähernd wiedergeben, um was es ging. Wenn ich nicht ab und zu ein paar Worte vom Overhead abgelesen hätte, könnte ich nicht mal das Thema benennen. Er sprach in Halbsätzen, stets unvollendet und leider ausgesprochen monoton. Irgendwann habe ich dann abgeschaltet und an angenehmere Dinge gedacht. Nach 45 Minuten war auch das rum und der Veranstalter (Leiter einer Pharma-Firma) wies darauf hin, dass wir nun 15 min Pause haben und dann sehr pünktlich der nächste Vortrag beginnt, da der dritte Referent sehr sehr pünktlich wieder weg muss. Nach der Pause - wir waren wirklich alle sehr pünktlich zurück - stellte sich heraus, dass der Referent nicht erschienen ist und der Veranstalter zauberte einen weiteren Referenten aus dem Hut.

Er erschien mir zunächst etwas leise und blutarm. War er wohl auch, aber sein Vortrag über Bipolare Störungen - fast immer in Anlehnung an berühmte Betroffene wie Kurt Cobain, V. van Gogh oder Amy Lee (Evanescence - Lithium)- die die Phasen ihrer Erkrankung in ihren Arbeiten oft eindrücklich demonstrierten - war doch richtig gut.


Sternennacht von Vincent van Gogh - offensichtlich in einer depressiven Phase entstanden.








Dann sollte die Mittagspause stattfinden, mit anschließendem zweistündigem Workshop - unterbrochen von Kaffee und Kuchen. Aber - oh Wunder - auch der Referent für den Workshop war nicht anwesend, so dass wir nach dem Mittagessen direkt zu Kaffee und Kuchen übergehen konnten. Oder den Rest des Tages nach Belieben verbringen durften. Ich entschied mich für "nach Belieben" und bin nach Hause gefahren. Dort habe ich direkt meine Laufschuhe angezogen und bin 50 min sehr langsam gelaufen. Sehr langsam aber unfreiwillig. "Schuld" war das erst knapp eine Stunde vorher eingenommene Mittagessen, bei dem ich mich nicht zurück gehalten habe. Das lag dann so schwer im Magen, dass ich mit permanenter Übelkeit zu kämpfen hatte. In Verbindung mit einem leichten Infekt war das genau richtig, um so richtig schlecht zu laufen.

Sag ich doch...es war gruselig!

Versöhnt hat mich dann der Tagesabschluss: ein Bier, ein Grappa und das 1:1 von Werder gegen Milan...

Montag, 16. Februar 2009

Mein Montag - oder: warum ich schwimmen geh!

Heute - Montag - hatte ich frei. Keinen Spätdienst, keine Bereitschaft, keine Nachtwache, nicht wirklich krank. Also kein Grund, nicht zum Schwimmtraining zu gehen. Das Sofa hat Hände und eine Stimme bekommen. Ich schwörs. Es hat versucht mich festzuhalten, hat laut gerufen, ich solle bleiben. Es hat mich damit gelockt, wie bequem es ist, wie weich, wie kuschelig. Und die Heizung hat mit eingestimmt: hier ist es warm, im Schwimmbad ist es kalt, das Wasser ist eisig.
Und: ich bin doch kein Eisbär!



Dennoch habe ich mich aufgemacht, hab den inneren Schweinehund überwunden und bin zum Schwimmtraining gefahren. Allein das "Schwimmtasche packen" kostet ja schon überwindig, all die Utensilien die man im Laufe der Zeit für`s Training ansammelt, dazu noch: Deo, Haarshampoo, Duschgel, Bodylotion, Creme für`s Gesicht, saubere Wäsche, Haarbürste...und und und. Männer brauchen nicht so viel, hab ich so den Verdacht. Dabei kann ich auf nichts von alledem verzichten.

Also, ich hatte dann alles, hab mich auf den Weg gemacht, bin im Schwimmbad angekommen. Dort war es erst mal warm - solange man angezogen ist. Aber dann - im Badeanzug - sieht das schon wieder anders aus und ich stand wie immer mit um den Körper geschlungene Arme am Beckenrand. Meine MitschwimmerInnen von Bahn 5 (Bahn 5 von 5.....) waren schon im Wasser. Ich streckte meinen Zeh rein und es bestätigten sich meine schlimmsten Befürchtungen: Eiswasser, es war pures Eiswasser. Noch etwas weniger, und man hätte im Hallenbad Schlittschuhlaufen können. Einmal mehr beneidete ich einige der Aktiven, die einen "Schwimmpulli" tragen. Ich weiß leider nicht, wie das richtig heißt, aber es ist ein kurz- oder langärmeliger Pulli, mit dem man ins Wasser geht. Am liebsten würde ich meine Wollsocken mit ins Wasser nehmen, dazu Schal, Mütze, Handschuhe - oder gleich für immer unter der heißen Dusche stehen bleiben. Ich bin dann doch noch ins Wasser geglitten...

Dann ging also das Schwimmprogramm los, und für mich, die ich nicht regelmäßig teilnehmen kann, ist das immer ganz schön anstrengend. Sogar auf Bahn 5 (von fünf..)

Ich hab mich also angestrengt, bin mit Flossen, Paddles und Pullbuoy durchs Eiswasser, hart gegen mich selbst.

Die berechtigte Frage lautet natürlich: warum mach ich das, wenn sich so viele Widerstände auftürmen?

1. Es ist verdammt gut für den Rücken
2. Es ist ziemlich vorteilhaft für die Figur
3. Ohne Coach am Beckenrand, würde ich nur in einem 40 °C heißen Wirlpool abhängen
4. und das ist wohl der Hauptgrund: es gibt anschließend immer vegetarischen Lamacun und Bier! Lecker!

Und deshalb verbringe ich meinen Montag - nach Möglichkeit - genau so.

Samstag, 14. Februar 2009

Vom Schnee darf man sich nicht blenden lassen

Okay, es hat ganz schön viel geschneit in den letzten Tagen. Alles weiß, im Schwarzwald liegt der Schnee zum Teil 1 1/2 Meter hoch. Der Königsstuhl macht den Alpen Konkurrenz, es sieht einfach alles nach Winter aus.

Aber ich bleibe dabei: es wird Frühling. Und zwar sehr bald. Heute z.B. war ich laufen, im Schnee. Aber dann kam die Sonne raus, und die war schon richtig warm, der Schnee schmolz und die Pflanzen reckten ihre Hälse ins Licht. Ich konnte meine Handschuhe ausziehen, und in meiner Wintertight wurde es mir zu warm.

Es gibt aber - neben allen anderen Vorboten - noch eine ganz sichere Bank dafür, dass es jetzt sehr bald mit dem Winter aus und vorbei ist. Ein ganz sicheres Zeichen, höchstens noch ein bis zwei Wochen und dann wirds deutlich wärmer: mein weißes Hermelinkaninchen Lotta fängt an, ihr Winterfell abzuwerfen. Ich mein, die ist doch nicht so blöd ihr Fell von Winter auf Sommer zu wechseln, wenn es richtig kalt bleibt. Und ganz sicher: sie verliert seit einigen Tagen jede Menge Haare.

Und deshalb behaupte ich weiter: der Frühling steht vor der Tür

Mittwoch, 4. Februar 2009

Nur noch vier Wochen!

Ich spüre es ganz genau, seit einigen Tagen. Zuerst war da nur so ein unbestimmtes Gefühl, ich konnte es nicht genau zuordnen. Es war etwas beunruhigend - aber auch aufregend. Ich wußte, da kommt etwas auf uns zu. Etwas schönes, warmes, leuchtendes, helles, buntes, wohlriechendes. Dann kam ich mittags mal nach Hause und endlich wußte ich was es ist.
Im Blumenbeet unserer Nachbarn wächst was frisches Grünes. Vielleicht Krokusse oder sowas. Da ich botanisch eine Niete bin, kann ich nur raten. Aber was ich dann endlich wußte: nur noch vier Wochen bis zum Frühlingsanfang. D.h. nicht mal mehr vier Wochen, denn Frühlingsanfang ist ja schon am 1.März.
Hey, ist das nicht einfach genial? Winter ade, jetzt wird es ruckzuck warm. Die kurzen Radhosen werden aus ihrem Winterversteck geholt, die Käseweißen Beine dürfen wieder ans Tageslicht. Frühstückskaffee gibts wieder auf der Terrasse, Mittagsschläfchen auf der Gartenbank und Frühlingsgefühle lösen die Winterdepris ab. Endlich....

Dienstag, 20. Januar 2009

Winterschlaf?

Irgendwie kennt das ja jede/r: Müde, man ist einfach immerzu müde. Egal nach wie vielen Stunden Schlaf, Kaffee, Aufregung. So geht es mir gerade, das Bett ist mein liebster Aufenthaltsort, ich bin immer auf der Suche nach einer Möglichkeit mich zu erholen, mich fit zu kriegen. Aber es gelingt einfach nicht und ich laufe manchmal wie in Trance herum.
Wiki sagt dazu:
Als Winterschlaf bezeichnet man einen schlafähnlichen Zustand, in den bestimmte endotherme oder homoiotherme Tiere – manche Säugetiere und wenige Vögel wie z. B. die amerikanische Nachtschwalbe – unter Herabsetzung ihrer Körpertemperatur während der kalten Jahreszeit verfallen.
Ich zähl mich dann mal zu den Säugetieren und die Herabsetzung meiner Körpertemperatur spüre ich täglich: ich bin nämlich nicht nur müde, ich friere auch dauernd. Abends im Bett würde ich am liebsten dicke Socken tragen, tagsüber reicht kein noch so dicker Fleecepulli. Mir ist einfach Dauerkalt.
Wiki sagt noch:
Der echte Winterschläfer verwandelt sich – vereinfacht ausgedrückt – im Herbst von einem Warmblüter in einen Kaltblüter, indem die Körpertemperatur des jeweiligen Tieres auf annähernd die Umgebungstemperatur abfällt.
Genau das meine ich, ab ca. 20 Grad mit Tendenz nach unten passt sich meine Körpertemperatur der Umgebung an. Die Betriebstemperatur fällt und ich friere langsam ein.
Ich halte keinen Winterschlaf, aber Winterruhe und benötige deutlich mehr Energie um mein Aktivitätsniveau wenigstens etwas zu heben. Aber dank Wiki hab ich jetzt eine Lösung gefunden, wenn auch wohl erst für den nächsten Winter:
Die Energie, die notwendig ist, um die Lebensfunktionen des Winterschläfers während der jahreszeitlichen Schlafphase aufrecht zu erhalten, kommt aus den während des Sommers angefressenen Fettdepots.
Allerdings gibt es da ein neues Problem dem ich mich dann stellen muss und die Auswirkungen spüre ich schon jetzt. Wiki sagt nämlich:
Untersuchungen der Universität Wien an Zieseln haben gezeigt, dass der mehrmonatige Winterschlaf negative Auswirkungen auf die Gedächtnisleistungen der Winterschläfer hat. Man hat sogar nachgewiesen, dass Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn während des Winterschlafs abgebaut werden.

Aber es gibt eine gute Möglichkeit, dem allen aus dem Weg zu gehen:
Eine andere Erscheinung ist der Sommerschlaf. Ziel des Sommerschlafs ist es, während der heißen und nahrungsarmen Zeit Energie zu sparen; zu diesem Zweck fahren die Sommerschläfer, genau wie die winterschlafenen Tiere, ihren Stoffwechsel herunter.
Da fällt es gar nicht auf, wenn ich mal ne Kleinigkeit vergesse oder nicht mehr weiß. Ich kann alles mit Sommer- oder Winterschlaf erklären.

Im Übrigen wird diese Art der Überwinterung in Sibirien seit langer Zeit bereits zelebriert:

Winterschläfer in Sibirien

Wer sich nichts lieber wünscht, als den Winter zu verschlafen, kann viel von einem sibirischen Volksstamm lernen, der noch vor 100 Jahren in der Gegend von Pskov gesiedelt haben soll: Wegen akuter Nahrungsmittelknappheit sammelten sich die Familien beim ersten Schnee am Feuer – und gingen schlafen. Einmal am Tag stand jeder kurz auf und ass ein Stück Brot. Nachdem das karge Mahl mit einem Schluck Wasser heruntergespült worden war, ging’s zurück ins warme Bett. Volle sechs Monate genoss das Volk dieses geruhsame Dasein – bis die ersten Boten des Frühlings angekommen waren.



In diesem Sinne, Gute Nacht.

Freitag, 16. Januar 2009

Der letzte Urlaubstag!

Wenn man drei Wochen Urlaub vor sich hat, ist das eine richtig lange Zeit. Drei Wochen in denen man total viel unternehmen kann, Zeit, richtig viel liegengebliebenes aufzuarbeiten, Dinge zu tun, zu denen man sonst nicht kommt. Das dachte ich auch jetzt wieder. Bummeln gehen, Kino, endlos viele Socken und sonstwas stricken. Jetzt sind die drei Wochen fast rum und ich kann ein Fazit ziehen. Urlaub habe ich gemacht im Oberwallis um Langlaufen zu lernen ( und auszuüben ) Dass es nicht so funktioniert wie ich mir vorgestellt habe - na ja, Schwamm drüber. Schade, es sah bei Kati, Lena, Martina und Co. beim Biathlon immer total leicht aus. Ab sofort werde ich beim Promi-Biathlon nicht mehr lachen, wenn Anfänger auf die Loipe gehen.
Dann habe ich Elke in Hamburg besucht. Das war absolut überfällig und ich bin froh, dass es geklappt hat. Es waren tolle Tage, mit viel Spass, viel Lachen, viele Gespräche. Schade, dass Hamburg so weit weg ist.

Der Keller ist in einem Zustand wie zuletzt kurz nach unserem Umzug. Das macht mich ausgesprochen zufrieden und ich hoffe, der Zustand kann erhalten werden....
Viel gestrickt habe ich nicht wirklich. Auch nicht viel auf dem Sofa gesessen und gefaulenzt. Mit dem Kino hat es wieder nicht geklappt und es ist mindestens sechs Jahre her, seit ich das letzte Mal in einem Kino war. Das ist schon fast peinlich.
Bummeln war ich immerhin einige Male, inbesondere ausgiebig mit Elke in Lüneburg, wo wir viele ausgesprochen nützliche Dinge erworben haben: Schneekugeln,
Orangenschäler, ein Hologramm, Bonbons durch die man Pfeifen kann...also nichts, worauf man im Leben verzichten könnte.
Sport insgesamt: soviel konnte ich nur machen, weil ich keinen Dienst hatte, das ist klar. Leider!

Jetzt habe ich also nur noch das Wochenende frei, dann geht der Alltag wieder los. Schade, von mir aus hätte ich es zuhause noch eine Weile ausgehalten!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Na sowas....

Gestern war ich also zur Belohnung bei John und habe mir was nettes zum Anziehen für`s Rad gekauft. Auch noch warme Neo-Überschuhe und eine Abdeckung für mein Fahrrad. Anschließend gings noch zu Rieglers in Wieblingen um beim dortigen Mittagstisch unkompliziert die Speicher wieder aufzufüllen. So weit, so gut. Außer zum Abendlichen Lauf - durch den Schneematsch wie auf Schmierseife - habe ich mich nicht mehr aus dem Haus bewegt.
Heut morgen nun klingelte das Telefon. Am anderen Ende "meine" Hausarztpraxis. Sie hatten gerade einen Anruf der Bäckerei Riegler bekommen mit dem Hinweis, meine -nagelneue - Handtasche mit gesamten Inhalt (Ausweise, EC-Karte, Geld usw.) sei dort gefunden worden. In der Geldbörse war eine Quittung für die bezahlte Praxisgebühr bei meinem Arzt, daher der Anruf dort. Und ich hatte den Verlust nicht einmal bemerkt.
Also habe ich mich sofort auf den Weg zu Riegler gemacht, mich dort natürlich ausgiebig bedankt und versucht einen Beitrag für die "Kaffeekasse" als kleines Dankeschön dort zu lassen. Das wurde von den netten Verkäuferinnen vehement abgelehnt, schließlich würde sich jede von ihnen auch freuen, wenn sie etwas verlieren und dann wiederbekommen.
Und dann war ich heute - so ganz freiwillig und ohne Zwang - 1100 m schwimmen beim Campus Sports. Angenehm, wenn "Frau" sich das Becken nur mit drei weiteren Schwimmern teilen muss.
Hey - wenn das mal keine gute Woche war!

Mittwoch, 14. Januar 2009

Nach der Arbeit kommt die Belohnung

Keller aufräumen - wer kennt das nicht. Statt diesen wunderbaren Raum so zu behandeln wie alle anderen Räume, nämlich regelmäßig aufräumen, mal durchputzen, unbrauchbares wegwerfen...wird dieser Raum immer wieder als "Raum für Erinnerungen" mißbraucht.
Dort landet alles, was man noch brauchen könnte, was zu schade zum wegwerfen ist. Oder, was noch nicht weggeworfen werden kann weil....dafür gibt es ja tausend Gründe. Z.B. Elektroschrott, Farben, Kleidung. Das muss alles extra weggefahren werden und deshalb kann man es wunderbar im Keller sammeln.

Zusammen mit dem Altholz. Das bewahre ich z.B. gerne auf weil man daraus noch gute Kleinmöbel für die Rennmäuse basteln kann. Zusammen mit den unzähligen, überzähligen Ikea-Nägeln und Schrauben ist das eine "richtige Bank".
Dann steht im Keller noch eine alte Industrienähmaschine. Die kommt natürlich nicht weg, denn irgendwann fange ich eine große Nähkarriere an. Wenn ich meine Filzkarriere beendet habe und nicht mehr reihenweise Socken stricke. Oder für Sport zu alt bin. Egal, jedenfalls bleibt die Nähmaschine. Zusammen mit den 100 kg Wolle die ich vor einigen Monaten geschenkt bekommen habe. Ich weiß noch nicht ganz genau, was ich damit anfange. Aber das ist auch nicht sooo wichtig, hauptsache ich habe diese kostbare Wolle und irgendwann wird sich zeigen, dass ich sie dringend brauche!

Der original aus Italien stammende Espresso bekannter Röstereien hat allerdings bei der heutigen Aktion leider den Weg in die ewigen Jagdgründe antreten müssen. Nachdem nicht mehr die kleine, italienische Espressokanne,
sondern ein Automat unseren Kaffee zaubert, rottete der Kaffee im Keller - direkt neben Glühbirnen, Plastikgefäßen aller Art, Blumentöpfen, reinem Alkohol, Skiwachs, Drachenschnur, alten Backformen....usw., vor sich hin. Nachdem er jetzt mehr als zwei Jahre über dem Mindesthaltbarkeitsdatum war, wollten wir ihn auch nicht mehr für "schlechte Zeiten" aufbewahren. Im April gehts wieder nach Italien, da gibts frischen Kaffee!

Und die Belohnung: lange Radhosen von Assos, genial - jetzt kann der Frühling kommen. Sind ja nur noch max. acht Wochen.

Dienstag, 13. Januar 2009

Wie langweilig dachte ich zuerst. Einen Blog mit Kaninchen- und Pinguinbildern . Aber...das bin ich. Das sind - bis auf den Pinguin - zwei meiner Tiere. Und wenn ich könnte, hätte ich viele Tiere. Eine Katze hätte ich z.B. gerne. Noch lieber einen Hund. Der Pinguin gehört nicht mir, sondern dem Hamburger Zoo. Aber er gefällt mir auch gut. Ich habe einfach ein sehr großes Herz für Tiere - besonders für die, die niemand mehr will. Für die, die in Tierheimen landen. Für die, die ausgesetzt werden. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten mit einem Tier verantwortungsvoll umzugehen, wenn man es, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr selbst halten kann.
Zur Zeit wohnen also bei uns die beiden Kaninchen Lotta und Leni, ein Hermelin-Rotauge und ein Farbenzwerg. Sie waren bei einem Züchter "über", das heißt, sie wären maximal als zarter Kaninchenbraten auf dem Züchter-Teller gelandet, wenn ich sie nicht genommen hätte. Ich wollte Kaninchen haben, also war es klar, ich nehme sie. Dann gibt es noch Hermine und Wilma, die Mongolischen Rennmäuse. Sie sind die dritte Mäusegeneration die bei mir ein Zuhause gefunden haben. Es gibt nur wenige, so pflegeleichte und unkomplizierte Nager wie Rennmäuse - wenn sie sich vertragen, was leider nicht immer der Fall ist.
Also das bin ich - unter anderem und für den Anfang: Die Tierliebhaberin