Dienstag, 20. Januar 2009

Winterschlaf?

Irgendwie kennt das ja jede/r: Müde, man ist einfach immerzu müde. Egal nach wie vielen Stunden Schlaf, Kaffee, Aufregung. So geht es mir gerade, das Bett ist mein liebster Aufenthaltsort, ich bin immer auf der Suche nach einer Möglichkeit mich zu erholen, mich fit zu kriegen. Aber es gelingt einfach nicht und ich laufe manchmal wie in Trance herum.
Wiki sagt dazu:
Als Winterschlaf bezeichnet man einen schlafähnlichen Zustand, in den bestimmte endotherme oder homoiotherme Tiere – manche Säugetiere und wenige Vögel wie z. B. die amerikanische Nachtschwalbe – unter Herabsetzung ihrer Körpertemperatur während der kalten Jahreszeit verfallen.
Ich zähl mich dann mal zu den Säugetieren und die Herabsetzung meiner Körpertemperatur spüre ich täglich: ich bin nämlich nicht nur müde, ich friere auch dauernd. Abends im Bett würde ich am liebsten dicke Socken tragen, tagsüber reicht kein noch so dicker Fleecepulli. Mir ist einfach Dauerkalt.
Wiki sagt noch:
Der echte Winterschläfer verwandelt sich – vereinfacht ausgedrückt – im Herbst von einem Warmblüter in einen Kaltblüter, indem die Körpertemperatur des jeweiligen Tieres auf annähernd die Umgebungstemperatur abfällt.
Genau das meine ich, ab ca. 20 Grad mit Tendenz nach unten passt sich meine Körpertemperatur der Umgebung an. Die Betriebstemperatur fällt und ich friere langsam ein.
Ich halte keinen Winterschlaf, aber Winterruhe und benötige deutlich mehr Energie um mein Aktivitätsniveau wenigstens etwas zu heben. Aber dank Wiki hab ich jetzt eine Lösung gefunden, wenn auch wohl erst für den nächsten Winter:
Die Energie, die notwendig ist, um die Lebensfunktionen des Winterschläfers während der jahreszeitlichen Schlafphase aufrecht zu erhalten, kommt aus den während des Sommers angefressenen Fettdepots.
Allerdings gibt es da ein neues Problem dem ich mich dann stellen muss und die Auswirkungen spüre ich schon jetzt. Wiki sagt nämlich:
Untersuchungen der Universität Wien an Zieseln haben gezeigt, dass der mehrmonatige Winterschlaf negative Auswirkungen auf die Gedächtnisleistungen der Winterschläfer hat. Man hat sogar nachgewiesen, dass Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn während des Winterschlafs abgebaut werden.

Aber es gibt eine gute Möglichkeit, dem allen aus dem Weg zu gehen:
Eine andere Erscheinung ist der Sommerschlaf. Ziel des Sommerschlafs ist es, während der heißen und nahrungsarmen Zeit Energie zu sparen; zu diesem Zweck fahren die Sommerschläfer, genau wie die winterschlafenen Tiere, ihren Stoffwechsel herunter.
Da fällt es gar nicht auf, wenn ich mal ne Kleinigkeit vergesse oder nicht mehr weiß. Ich kann alles mit Sommer- oder Winterschlaf erklären.

Im Übrigen wird diese Art der Überwinterung in Sibirien seit langer Zeit bereits zelebriert:

Winterschläfer in Sibirien

Wer sich nichts lieber wünscht, als den Winter zu verschlafen, kann viel von einem sibirischen Volksstamm lernen, der noch vor 100 Jahren in der Gegend von Pskov gesiedelt haben soll: Wegen akuter Nahrungsmittelknappheit sammelten sich die Familien beim ersten Schnee am Feuer – und gingen schlafen. Einmal am Tag stand jeder kurz auf und ass ein Stück Brot. Nachdem das karge Mahl mit einem Schluck Wasser heruntergespült worden war, ging’s zurück ins warme Bett. Volle sechs Monate genoss das Volk dieses geruhsame Dasein – bis die ersten Boten des Frühlings angekommen waren.



In diesem Sinne, Gute Nacht.

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